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Wiederbefüllbare Nespresso-Kapseln: Vergleich 2017

Normalerweise kauft man für Nespresso Maschinen fertig portionierte Kapseln. Sie sind einerseits ein großer Vorteil, weil sie die Zubereitung so schnell machen. Andererseits kosten sie relativ viel und bringen einigen Verpackungsmüll mit sich. Wen das stört, der kann wiederbefüllbare Kapseln für Nespresso nutzen. Erhältlich sind sie nur von Drittanbietern, nicht als Original-Zubehör. Wie funktionieren sie im Test, und welche Unterschiede gibt es im Vergleich?

Top 4: Befüllbare Kapseln für Nespresso

MarkeMyCoffeestarMister BaristaCoffeeduckCapsul'in

MyCoffeestar Kapseln, befüllbar

Mister Barista

Coffeeduck Befüllbare Kapseln

Capsul'in befüllbare Nespresso-Kapsel

AuszeichnungenTestsieger Öko-Test
10/2013: "sehr gut"
Kundenwertung
MaterialEdelstahlAluminiumKunststoffKunststoff
Wiederverwendbar
VerschlussDeckel zum AufschraubenDeckel zum AufklipsenKlappdeckelDeckel zum Aufkleben
Online kaufen ab36,90 € 12,90 € 9,90 € 9,90 €
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 Vorteile

  • Pro Tasse deutlich günstiger
  • Individuelle Kaffeesorten möglich
  • Verpackungsmüll entfällt

 Nachteile

  • Längere Zubereitung
  • Test der passenden Sorten und Füllmenge nötig
  • Einmalig teils recht teuer

Aufbau & Handhabung: Wie befülle ich die Kapseln?

Die Kapseln entsprechen in der Form den gängigen vorgefüllten Modellen, sind aber aus einem etwas stabileren Kunststoff geformt und natürlich an der Oberseite offen. Zum Schließen gibt es sowohl Angebote mit Klappdecker als auch Modelle mit selbstklebender Folie.

Mit Hilfe eines Löffels, der einigen Sets auch direkt beiliegt, gibt man Espressopulver nach Wunsch in die leeren Kapselhüllen. Dabei kann man verschiedene Details nutzen, um seine Wunschmischung zu erzielen.

Mahlgrad

Je nach Kapselart fällt der empfohlene Mahlgrad unterschiedlich aus. Der Kaffee sollte aber generell fein gemahlen sein. Bei vergleichsweise gröberem Pulver kann sonst das Wasser nicht richtig durchlaufen oder der Geschmack entfaltet sich nicht richtig.

Wer Kaffeebohnen mit einer Kaffeemühle selber mahlt, kann experimentieren, welche Feinheit das beste Ergebnis bringt. Im Handel ist fertiges Kaffeepulver die bessere Wahl, das ausdrücklich „für Espressomaschinen“ gekennzeichnet ist.

Füllmenge

Wussten Sie schon? Auch in vorkonfektionieren Nespresso-Kapseln variiert die Füllmenge je nach Hersteller und Sorte. Ganz klar: Je weniger Mehl, desto dünner der Geschmack. Zu viel sollte es aber auch nicht sein – daher startet man am besten mit 5 bis 7 Gramm.

Anschließend führt man im Test nach und nach Verkostungen durch, wie sich etwas mehr oder weniger Füllmenge auswirkt. Dann kann man auch für jeden Nutzer eine individuelle Befüllung notieren und später immer wieder mit der gewünschten Menge brühen.

Sorte

Wer ohnehin schon eine bestimmte Sorte an Espressobohnen mag, kann sich seinen Caffè nun ganz bequem mit dem Nespresso Automaten zubereiten. Für alle anderen beginnt bei der Auswahl ein großer Test, bis man die persönlich optimale Mischung aus Sorte, Menge und Mahlgrad gefunden hat.
Indem man mehrere Sorten auf gleicher Mahlstufe und Gewicht vergleicht, kann man schnell erste Favoriten entdecken – und dann mit Pulvermasse und, sofern vorhanden, Einstellungen der Kaffeemühle spielen.

Einschränkungen bei Kaffeevarianten und Maschinentyp

Je nach Anbieter lassen sich unterschiedliche Nespresso-Caffèvarianten zubereiten. Einige Kapseln ermöglichen Lungo und Ristretto ebenso wie klassischen Espresso, andere beschränken sich auf letztere. Weiterhin muss beim Kauf beachten, dass einzelne wiederverwendbare Kapselbehälter nur für bestimmte Nespresso-Modelle geeignet sind. Wir listen oben im Vergleich Einschränkungen auf.

Zubereitung: Alles wie gewohnt

Nachdem die Kapsel sorgfältig verschlossen ist, legt man sie in die Kapselöffnung der Maschine und startet den Brühvorgang so wie gewohnt. Tipp: Die Menge an durchgelaufenem Wasser sollten Sie für die ersten Tests mit wiederbefüllbaren Behältern gleich lassen, bis Sie Ihr Wunschsorte gefunden haben. Am einfachsten geht das, indem Sie die Menge programmieren. Wie das geht, erklärt Ihnen die jeweilige Bedienungsanleitung des Geräts.

Entsorgung: Kostet kaum Platz im Müllbeutel

Ein besonders großes Plus: Statt die komplette Kapsel inklusive Hülle zu entsorgen, öffnet man den Korpus nach Benutzung einfach und kippt lediglich das Mehl in den Müll. Ausnahme sind diejenigen Modelle, die man mit einer Selbstklebefolie verschließt. Diese muss man nach der Zubereitung abziehen und ebenfalls in den Abfall geben.

  • Auf diese Weise sinkt erstens das Müllvolumen deutlich – denn um die 5 bis 10 Gramm Kaffeesatz nehmen quasi keinen Platz ein. Außerdem fallen weder Kunststoff- noch Aluminium-Müll an. Genauer gesagt: nicht bei jeder einzelnen Zubereitung.
  • Das schont dann die Umwelt, wenn man wiederverwendbare Kapseln häufig nutzt. Denn auch sie bestehen aus Plastik und müssen hergestellt werden – und irgendwann in den Abfall. Eine bestimmte Nutzungsgrenze gibt es aber nicht.
  • Lediglich die Deckel werden nach und nach etwas locker. Die meisten Hersteller empfehlen einen Austausch nach etwa 100 Einsätzen. Für die Variante mit Klebefolie muss man ohnehin immer wieder neue Folien nachkaufen.

Pflege: Einfach in die Spülmaschine

Nach der Kaffeezubereitung muss man die Kapseln reinigen. Die uns bekannten Produkte sind dabei spülmaschinenfest und nach erfolgter Reinigung nahezu beliebig oft wiederverwendbar. Zumindest fielen uns keine Verschleißerscheinungen auf. Lediglich der Deckel scheint bei den gängigen Modellen anfällig zu sein. Er sollte laut Aussage der meisten Hersteller nach etwa 100 Verwendungen ausgewechselt werden.

Lohnen sich wiederwendbare Kapseln preislich?

Rechnet man bei den Standardsorten der Originalkapseln mit 35 bis 40 Cent pro Kapsel, so fallen bei 1000 Portionen insgesamt 350 bis 400 Euro an – damit dürfte ein zwei Personen-Haushalt, der pro Tag insgesamt 3 Espresso trinkt, etwa ein Jahr auskommen. Wasser und Stromkosten lassen wir außen vor, da beides auch bei der alternativen Variante entsteht.

Die Multi-Aufbrüh-Versionen sind also dann günstiger, wenn man bei 1000 Espressi merklich weniger als ca. 350 Euro für Pulver ausgibt. Eine Tasse erfordert aber ca. 5-10 Gramm, als Mittelwert 7 g. Demnach benötigt man 7000 g = 7 kg Pulver. Selbst bei teuren Sorten im Supermarkt zahlt man um die 20 bis 30 Euro je Kilo. Das ergibt nur rund 200 Euro pro Jahr.

Da es reichlich Angebote im Supermarkt gibt, findet man diverse gemahlene oder ungemahlene Espressobohnen, die deutlich günstiger sind als 20 Euro je Kilo. Und selbst mit Luxusversionen um die 40 Euro/kg würde man noch sparen. Platz für eine leere Kapselhülle dürfte in jeder Spülmaschine sein, daher lassen wir Extrakosten zur Reinigung hier ebenfalls weg. Einzig der Stromverbrauch für eine Kaffeemühle fällt noch als weiterer Posten an – aber auch der dürfte pro Jahr höchstens wenige Euro betragen.

Fazit

Zu den rein rechnerischen Kosten kommen zwei nicht finanzielle Faktoren. Erst alle drei zusammen entscheiden, ob sich die Alternative zu vorkonfektionieren Kapseln lohnt.

  • Preisvergleich: Sofern man weniger als ca. 13 Euro pro 500-g-Packung Espressopulver oder -bohnen ausgibt, kann man mit den günstigen wiederverwendbaren Hüllen auch bei genauem Nachrechnen Geld sparen. Nicht nur pro Tasse, sondern auch inklusive Einmalpreisen.
  • Aufwand: Jede Kapsel einzeln zu befüllen, kann auf Dauer lästig werden. Gerade wenn es mal schnell ein Espresso zwischendurch sein soll. Die genaue Füllmenge sollte man nämlich exakt abwägen – zumindest wenn man geschmackliche Schwankungen vermeiden möchte. Nach einigem Üben gelingt das passende Volumen im Test aber auch nach Augenmaß.
  • Umwelt: Wenn man eigentlich immer schon Fan der praktischen Brühautomaten war, aber der relativ voluminöse Verpackungsmüll gestört hat, dann sind wiederverwendbare Kapseln eine sehr gute Lösung.

 

 

 

 

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