Kaffeemaschinen » Siebträgermaschinen Test: Vergleich der Espresso-Klassiker

Siebträgermaschinen Test: Vergleich der Espresso-Klassiker

Eine Siebträgermaschine bietet als einzige Kaffeemaschine sowohl das Aroma, die Optik als auch die Handhabung wie in der Cafébar. Aber welche klassische Espressomaschine ist die beste im Vergleich? Hier finden Sie beliebte Geräte und Sieger im Siebträgermaschinen Test – mit Preisvergleich, um günstig online zu kaufen.

Top 5: Espressomaschinen 2016/2017

Alle Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Preise können aus technischen Gründen jetzt höher sein.

Mehr Infos und Hintergrundwissen

Die Auswahl an Espressomaschinen wird immer größer, und neben recht teuren Top-Geräten gibt es teils sehr günstige Angebote, die teils kaum über Kapselmaschinen (Test) oder Kaffeepadmaschinen (Test) liegen.
Dennoch haben alle klassischen Siebträgermaschinen im Test einige Gemeinsamkeiten, die sie von den übrigen Kaffeemaschinen deutlich abheben. Was ist das Einzigartige an ihnen – und welche verschiedenen Bauarten gibt es?

Blick in die Geschichte: die erste Siebträgermaschine

Wer sich heute mit einer Siebträgermaschine einen Espresso zubereitet, nutzt die Erfahrungen aus fast 200 Jahren Entwicklungsgeschichte. Die Anfänge liegen im Dunkeln. Das ist nicht anders als bei der übrigen Geschichte der Technik.

  • Für das Jahr 1825 ist die Erfindung einer Dampf-Kaffeemaschine in Bayern überliefert. Allerdings weiß man bis heute nicht genau, was es damit auf sich hatte. Ab dieser Epoche sind die Entwicklungsschritte der Siebträgermaschinen immer besser dokumentiert.
  • Schon 1822 entwickelte der Franzose Louis Bernard Babaut den ersten Prototypen einer Espressomaschine. Bei ihr wurde Dampf dazu genutzt, um heißes Wasser durch Kaffee in einem Filter zu führen.

Bis zu 2.000 Tassen Kaffee pro Stunde

Diese Idee führte Eduard Loysel de Santais 1843 weiter und machte die Maschine marktfähig. 1855 präsentierte er seinen Druckbrühapparat auf der Pariser Weltausstellung und demonstrierte die Leistungsfähigkeit: bis zu 2.000 Tassen Kaffee jede Stunde.

Der Dampfdruck wurde dazu benutzt, das Wasser zu fördern, damit es von oben auf den gemahlenen Kaffee fließen konnte. Die Maschinen waren groß, glänzten – und halfen der Gastronomie, mehr Kaffee mit besserem Aroma zu verkaufen.

Die Risiken des Dampfdrucks

Logischerweise entsprach der Brühdruck, mit dem das Wasser durch das Kaffeepulver lief, dem Gewicht des Wassers. Allerdings war die Maschine alles andere als perfekt. Zum einen bestand die Gefahr, dass sie explodieren konnte. Zum anderen wurde der Kaffee sehr bitter, wenn die Maschine überhitzte oder falsch benutzt wurde.

Noch im Jahre 1878 meldete ein gewisser Gustav Kessel eine Kaffeemaschine zum Patent an, die erneut auf Dampfdruck basierte. Doch dann kam eine neue Entwicklung in Gang.

Kaffeearomen mit Dampf lösen

Für 1885 ist nachgewiesen, dass der Turiner Angelo Moriondi Kaffeemaschinen baute, mit denen er italienische Bars belieferte. Das Besondere bei diesen Maschinen war, dass sie erst Wasser und dann Dampf durch den Kaffee im Metallsieb drückten. Der Dampf trug dazu bei, die Aromen im Kaffeepulver zu lösen.

Das 20. Jahrhundert: der 1. Espresso

Anfang des 20. Jahrhundert war es endlich so weit. Das Grundmodell einer Siebträgermaschine, wie wir sie heute kennen, erblickte das Licht der Welt. Und der Ursprung dieser Erfindung war wohl Ungeduld. Ein Neapolitaner, so sagt man, ärgerte sich maßlos darüber, dass es so lange dauerte, bis sein Kaffee fertig wurde. Also entwickelte er zusammen mit dem Mailänder Erfinder Luigi Bezzera einen neuen Typ von Espressomaschinen.

Die Einführung der Siebträger – und das Wort „Espresso“

Das Neue daran war nicht, dass Dampfdruck für das Brühen des Kaffees eingesetzt wurde. Sondern dass es vier Brühgruppen, also Siebträger, und einen Boiler gab. Für jede Brühgruppe gab es unterschiedliche Siebeinsätze. So konnten – unter gekonnter Dosierung des Drucks mit unterschiedlichen Ventilen – bis zu acht kleine Tassen Kaffee gleichzeitig zubereitet werden konnten.
Der Vorteil für die Gäste: Sie konnten eine Tasse Kaffee „ausdrücklich“ für sich selbst bestellen. Davon ist auch der Name für den schnellen Kaffee zwischendurch abgeleitet: „espressivo“ steht im Italienischen für „ausdrücklich“.
Der Brühdruck dieser neuen Erfindung lag bei ca. 1,5 bar, die Wassertemperatur bei ca. 130 bis 140 °C. Bezzera, der Ingenieur, meldete sein Patent für die neue Art von Kaffeemaschine am 19. November 1901 unter dem Namen „Tipo Gigante“ ein.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass dieser Novembertag der Geburtstag des Espressos ist, wie wir ihn heute lieben. Zwei Jahre später kaufte Desiderio Pavoni dem Mailänder Ingenieur das Patent ab. Auf dieser Grundlage baute er eine Maschine unter eigenem Namen, die Pavoni Ideale.

Stetige Verbesserungen der Siebträgermaschinen

In den folgenden Jahren arbeiteten unterschiedliche Firmen daran, das Konzept der Espressomaschinen zu verbessern. Dazu gehörten zum Beispiel Arduino, La San Marco, La Marzocco, Rancilio, Cimbali und Snider. Das letztgenannte Unternehmen hat es zum ersten Mal geschafft, eine Maschine zu bauen, die mehr als 1,5 bar Brühdruck erzeugen konnte. Dieser Druck wurde hydraulisch über den Druck in der Wasserleitung aufgebaut.

Die erste Maschine, die Wasser automatisch dosieren konnte

1933 wurde die Firma Illy gegründet, die inzwischen auch die illy iperespresso Maschinen anbietet. Francesco Illy, der Gründer, wollte neue Wege bei der Espressozubereitung gehen. Er erfand eine Espressomaschine, die automatisch das Wasser dosieren konnte. Außerdem war für die Druckerzeugung nicht mehr der Dampf verantwortlich, sondern ein cleveres Druckluftsystem. Damit war der Brühdruck unabhängig vom Dampfdruck. Diese Trennung von Wärme- und Druckquelle hatte den Vorteil, dass das Kaffeepulver vor dem Verbrennen geschützt war. Allerdings konnte sich diese Idee erst einmal nicht durchsetzen.

Endlich genügend Druck für die typische Crema

Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts hatte Achille Gaggia eine zündende Idee, mit der das erste Mal das heute noch verwendete Druckniveau bei der Zubereitung von Espresso erreicht werden konnte. Die neue Erfindung nutzte den Druck des Kesselwassers – und dieser Druck konnte durch einen Schraubkolben noch erhöht werden. Die Nutzungsrechte für diesen horizontalen Schaukolben hatte Gaggia der Witwe des Erfinders günstig abgekauft. Gaggia erhielt das Patent für diese Idee am 5. September 1938.

Die klassischen Zutaten für den besten Caffé

An den Werten, die Gaggia Mitte des 20. Jahrhunderts vorgab, orientieren wir uns noch heute bei der Zubereitung von Espresso:

  • 7 Gramm frisches Kaffeepulver
  • 95 °C Temperatur
  • 9 bar Druck.
Im Unterschied zur Idee von Francesco Illy setzte sich diese Idee durch.

Gaggia selbst war übrigens Barista. Die Produktion seiner Kaffeemaschinen ließ er also durch andere durchführen. Und so kam es, dass ein Unternehmen, das eigentlich nur Teile für Haartrockner fertigte, plötzlich Espressomaschinen baute. In den nächsten Jahren wurde die Grundidee stetig verbessert – oder es wurden Ideen entwickelt, wie man das Patent für den Schraubkolben umgehen konnte. So baute zum Beispiel Faema eine Maschine, bei der zweiseitig gelagerte Excenter die Kraft des Hebels auf den Kolben übertragen.

Handhebelmaschinen für perfekten Espresso

Später ersetzte Gaggia den Schraubkolben durch einen Federkolben. Mit einem „Handhebel“, daher „Handhebelmaschine“ konnte der Barista eine große Feder zusammendrücken, die einen zahnstangenbetriebenen Kolben schiebt. Dieser komprimiert das Wasser und erhöht den Druck auf 8 bis 10 bar. Und erst durch diesen hohen Druck entsteht die Crema auf dem Espresso, diese einzigartige Schaumschicht.

Siebträgermaschinen: Unterschiedliche Typen

Jeder, der sich eine Siebträgermaschine kaufen möchte, steht vor einer wichtigen Wahl. Welcher Typ von Siebträgermaschine soll es sein? Grundsätzlich lässt sich natürlich mit jeder Maschine ein hervorragender Espresso zubereiten. Doch worin unterscheiden sich die Bauarten: Einkreismaschinen, Zweikreismaschinen und Dualboilermaschinen – und welche ist die beste für Ihren individuellen Bedarf?

Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Fakten für Sie kurz zusammen, auf deren Grundlage Sie sie leichter vergleichen und entscheiden können. Zunächst als schneller Überblick, dann mit allen Details, auch zur Geschichte.

  • Einkreismaschinen: Für alle Kaffeeliebhaber, die vor allem herausragenden Espresso genießen möchten und nur von Zeit zu Zeit Milchmixgetränke kredenzen wollen.
  • Zweikreismaschinen: Für alle Kaffeeliebhaber, die schnell und einfach sowohl exzellenten Espresso als auch häufig Milchmixgetränke zubereiten möchten – nicht nur für sich, sondern auch für Familie und Freunde.
  • Dualboilermaschinen: für alle Kaffeeliebhaber, die maximale Flexibilität bei der Kaffeezubereitung wünschen.
Ein Wasserkreis

Einkreismaschinen

Die Einkreismaschinen gehören wohl zu den häufigsten Espressomaschinen, die in Privathaushalten stehen. So zeichnen sie sich z.B. durch eine besonders kompakte Bauform aus.

Einkreismaschine bedeutet, dass die Maschinen über nur einen Heizkessel verfügen, der gleichzeitig für den Brühvorgang und die Erzeugung des Dampfes zuständig ist. Außerdem – der Name sagt es – ist nur ein Wasserkreislauf vorhanden.

Der Espresso benötigt ca. 90 bis 94 °C für eine optimale Zubereitung. Für das Aufschäumen der Milch jedoch ist eine wesentlich höhere Dampftemperatur notwendig, nämlich ca. 110 bis 130 °C. Nach dem Espresso muss der Kessel also erst einmal auf Temperatur gebracht werden. Erst sobald das geschafft ist, kann der Dampf die Milch aufschäumen.

Das ist eine wichtige Information für alle, die z.B. Cappuccino oder Milchkaffee lieben. Denn Sie brauchen unterschiedliche Temperaturen, wenn Sie einen Espresso zubereiten oder die Milch mit Dampf aufschäumen möchten.

Zwei Wasserkreise

Zweikreismaschinen

Die Faema E61 war die erste Siebträgermaschine mit zwei Wasserkreisen. Der Vorteil: die Produktion von Dampf und Brühwasser kann getrennt erfolgen. In der Gastronomie und in Privathaushalten ist die Variante immer häufiger vertreten.

Zwei Wasserkreise bedeutet auch zwei unterschiedliche Kreisläufe, die sich individuell temperieren lassen. Man kann also problemlos dank des ersten Kreislaufs einen Espresso zubereiten und dann dank des zweiten Kreislaufs den Milchschaum für den Cappuccino zubereiten. Im Unterschied zu den Einkreismaschinen muss man zwischen diesen beiden Schritten also keine Pause auflegen. Das gilt auch für die Zubereitung eines zweiten Espressos. Die Maschine ist sofort auf der richtigen Temperatur. Außerdem wird vermieden, dass das Brühwasser überhitzt.

Da sich mit Zweikreismaschinen im Handumdrehen jede Kaffeespezialität umsetzen lässt, sind sie sehr gut für Familien- und Partnerhaushalte geeignet.

Zwei Boiler

Dualboilermaschinen

Dualboilermaschinen sind Siebträgermaschinen mit zwei Boilern: der erste ist für den Bezug des Kaffees vorgesehen, der zweite für Dampf und Heißwasser.

Die ersten Dualboilermaschinen, die in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts auf den Markt kam, waren eher für die Gastronomie gedacht. Doch mittlerweile gibt es auch im Siebträgermaschinen Test Geräte dieser Bauart, die sich Privatleute ohne Probleme in ihre Räume stellen können. Integrierte Wassertanks und die kompakten, aber leistungsfähigen Vibrationspumpen machen es möglich.

Der Vorteil dieser Maschinen: Man vermeidet das Überhitzungsproblem, das Zweikreismaschinen haben. Die Temperaturen für den Kaffee und für den Dampf können komplett getrennt reguliert werden.

Ein weiterer Vorzug: die Brühtemperatur lässt sich in der Regel exakt einstellen. Das eröffnet neue Möglichkeiten, um die Kaffeezubereitung auszuprobieren. Denn schon eine geringfügige Temperaturänderung kann großen Einfluss auf die bitteren Noten des Kaffes haben.

BEEM Germany i-Joy Café

Beem Germany i-Joy Cafe Test

Die BEEM Germany i-Joy Café ist eine Kombination aus Siebträgermaschine und Kaffeepadmaschine. Außerdem bietet sie eine halbautomatische Zubereitung von Kaffee-Mix-Varianten wie Latte Macchiato. Durch ihre kompakte Größe findet sie auch in kleineren Küchen ihren Platz. Das Design ist allerdings weder authentisch für eine Espressobar noch besonders edel ausgeführt. Lohnt sich der Kauf trotzdem? Wir haben uns die i-Joy Café einmal …

Weiter lesen »

DeLonghi EC 680.M Dedica

DeLonghi EC 680.M Dedica Test

Schmales Design, ausgezeichneter Espresso: So lässt sich die DeLonghi 680.M Dedica auf den Punkt bringen. Mit nur 14,9 cm Breite findet sich sicherlich in jeder Küche ein Platz für diese Siebträgermaschine (Test). Trotzdem muss sie sich bei der Qualität des Espressos nicht vor größeren Maschinen verstecken. Die 2-in-1-Maschine: Kaffeepulver und Pads DeLonghi EC 680.M: sehr schlankes Design Eines der auf …

Weiter lesen »

Clatronic ES 3584

Clatronic ES 3584 im Test

Die Clatronic ES 3584 ist eine sehr einfach gehaltene Siebträgermaschine. Sie ermöglicht es, zwei Tassen Espresso gleichzeitig zuzubereiten. Mit der integrierten Dampfdüse gelingt auch ein Cappuccino. Ihr bestes Argument ist sicher der niedrige Kaufpreis. Bei Ausstattung und Qualität muss man dafür Abstriche machen. Ob sich die ES 3584 lohnt, hängt deshalb von den eigenen Ansprüchen an eine Kaffeemaschine ab. Wir …

Weiter lesen »

Krups XP3440 Calvi

Krups XP3440 Calvi: Test

Die Krups XP3440 Calvi ist eine der schmalsten Siebträgermaschinen (Test), die es auf dem deutschen Markt gibt. Mit ihrem Thermoblock aus Edelstahl ist sie besonders schnell einsatzbereit, um einen guten Espresso zuzubereiten. Die im Vergleich mit anderen Maschinen dieser Art schlanke Bauart macht auch den Einsatz in kleineren Küchen möglich. Sie ist zudem eine günstige Wahl, da sie preislich eher …

Weiter lesen »

Gastroback Design Espresso Advanced Barista Edition

Gastroback-Design-Espresso-Advanced-Barista-Edition

Die Gastroback Design Espresso Advanced Barista Edition ist eine programmierbare Espressomaschine mit integriertem Mahlwerk. Sie bietet gegenüber den Maschinen im Siebträgermaschinen Test viele Möglichkeiten, den Espresso auf den eigenen Geschmack abzustimmen. Dazu gehört zum Beispiel die 18-stufige Einstellung des Mahlgrads, die individuelle Einstellbarkeit der Menge an Kaffeepulver und Wasser pro Tasse. Bedienung Die Bedienung der Gastroback Design Espresso wirkt im …

Weiter lesen »
Wir nutzen auf dieser Website Cookies, um den Besucherverkehr nachzuvollziehen. Mehr lesen. OK