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Severin 9688 Milchaufschäumer Test

Severin SM 9688 Milchaufschäumer

Der Severin SM 9688 hat sich im Milchaufschäumer Test als sehr guter Allrounder gezeigt. Die Konsistenz des Milchschaums ist sehr gut, die Temperatur kann man selbst wählen – und vor allem die Reinigung ist extrem leicht, was bei anderen Milchaufschäumern sonst eine Schwachstelle ist.

 Vorteile

  • Temperatur nach Wunsch – kalt oder stufenlos erhitzen
  • Hervorragende Konsistenz
  • Großes Volumen, variable Füllmenge
  • Auch für Kakao und leichte Kaffee-Shakes ohne Schaum
  • Verständliche Bedienung und sehr leichte Reinigung

 Nachteile

  • Sehr großes Gerät, braucht viel Stellfläche
  • Relativ hoher Preis
  • Lautes Signal bei jedem Start

Bestandteile

Der SM 9688 besteht aus zwei Teilen: Der eigentlichen Edelstahl-Kanne einerseits sowie der Basisstation mit Induktionsantrieb, Heizung und Bedienelement anderseits. Die Kanne stellt man einfach in die entsprechende Mulde des Fußteils hinein. Anders als bei einigen Nespresso Aeroccino Modellen sind beim Severin SM 9688 also Gefäß und Antriebseinheit getrennt.

Am Unterteil befindet sich vor allem das Dreh-Drück-Rad für die Temperaturwahl und Start/Stopp. Außerdem befindet sich auf der Unterseite das Stromkabel zum Anschluss an die Steckdose. Das Kabel hat eine gute Länge und lässt sich sehr gut unter dem Gerät in einer vorgesehenen Kabelführung in Schlaufen legen, falls man weniger Kabel benötigt. Im Innern des Unterteils ist der Induktionsantrieb untergebracht.

Das Oberteil besteht aus einer Edelstahl-Kanne mit Kunststoffgriff und durchsichtigem Kunststoffdeckel. Den Deckel kann man wahlweise aufsetzen oder weglassen – im Test war er nicht wirklich nötig. Übergeschäumt ist nie etwas, auch zu Spritzern kam es nicht. Mittig am Kannenboden befindet sich ein senkrechter Pinn, auf den man einen kleinen, geriffelten Ring setzt. Dieser Ring wird durch per Induktion (aus dem Fußteil) zum Drehen gebracht. Dadurch arbeitet er als Quirl in der Kanne. Ein zweiter, jedoch glatter Ring, ist ebenfalls vorhanden. Dazu gleich mehr.

Besonders vielfältige Einstellungen

Einfache Bedienung, aber viele Möglichkeiten

Der Rand des Rades lässt sich drehen: mit ihm wählt man die Temperatur des Milchschaums: Wer möchte, kann „Kalt“ (ohne Hitze) wählen oder „Warm“ wählen – dabei lässt sich die Hitze stufenlos bis 65° Celsius einstellen. Zum Starten drückt man von vorn auf den Knopf im Zentrum des Rades.

Der SM 9688 signalisiert mit einem Piepen, dass er startet. Kurz darauf ist das typische schäumende Geräusch zu hören, das durch den Quirl-Ring erzeugt wird. Nach recht kurzer Zeit ist der Vorgang beendet, ein erneutes Piepsen zeigt das an. Praktisch, wenn man beim Kaffee zubereiten immer wieder abgelenkt ist.

So gut ist der Milchschaum

Tipp: Im Severin SM 9688 Test haben wir die besten Ergebnisse erzielt, indem wir die Milch zunächst kalt und danach nochmals warm aufgeschäumt haben. Das Resultat: Eine cremig-schaumige Konsistenz, weder dünnflüssig noch grobporig oder gar steif.

Außer für Schaum ist das Produkt auch noch für Kakao geeignet – oder um einfach warme Milch zu zaubern. Dafür verwendet man den zweiten Ring, der sich auf der Rückseite des Geräts magnetisch verwahren lässt. Einfach den Quirl-Ring dorthin platzieren, so geht er nicht verloren. Durch die Heizfunktion und die Gerätegröße lässt sich schnell auch eine größere Portion Kakao produzieren.

Füllmenge: Von Mini bis XXL

Von einer einzigen Tasse bis zu diversen Cappucini – alles geht. Eine „Minimum“ Markierung zeigt an, wie viel man mindesten eingießen soll. Doch auch weniger funktioniert. Natürlich muss die Flüssigkeit so hoch stehen, dass der Aufschäumring in sie eingetaucht ist. Wer nur für einen Cappuccino Milchschaum benötigt, kommt klar.

Nach oben hin ist quasi alles offen. Die Füllmenge beträgt maximal 700 Milliliter. Das haben wir nicht ausprobiert. Denn realistischer dürfte es sein, dass man mal Schaum für bis zu vier „Cappù“ möchte. Und das konnten wir ohne Probleme erledigen.

Ganz schön groß

Der einzige wirkliche Nachteil des Geräts aus unserer Sicht hängt unmittelbar mit dem Volumen der Kanne zusammen: Das Gerät ist sehr ausladend. Da die große Kamera im Standfuß eingesetzt wird, ist dieser logischerweise größer als das Oberteil. Aber er ist sogar deutlich breiter. Ob das technisch nicht besser möglich war? Jedenfalls nimmt der Fuß nicht viel weniger Stellfläche ein als z.B. eine sehr kleine Nespresso Maschine (Test). Und in jedem Fall ist der Severin das Modell mit den größten Maßen in unserem Vergleich.

Problemlose Reinigung

Die Reinigung ist auch bei mehrfacher Verwendung extrem gut möglich.

  • Der größte Vorteil: Die Antriebseinheit kommt mit der Milch gar nicht erst in Berührung und muss nicht gereinigt werden. Außer vielleicht bei Spritzern, aber das wäre ein unfairer Kritikpunkt.
  • Die Kanne selbst lässt sich dank Edelstahl sehr leicht und hygienisch säubern. Das Material ist zudem sehr unempfindlich. Sollte mal etwas anbrennen (was im Test nie passiert ist), könnte man auch zum Kratzschwamm greifen.
  • Die Kanne ist auch für die Spülmaschine geeignet. Das ist der große Unterschied z.B. zum Aeroccino 3, bei dem Antriebseinheit und Gefäß fest verbunden sind. Daher ist dort keine Reinigung im Geschirrspüler möglich.
  • Deckel und Quirl-Ring haben wir ebenfalls diverse Male mit der Maschine gespült, ohne Probleme.

Fazit Severin SM 9688

Im Vergleich ist der Severin SM 9688 unser ganz klarer Testsieger. Die wichtigsten Vorzüge sind die sehr gute Qualität des Schaums, die einstellbare Temperatur und die wunderbar unkomplizierte Reinigung. Als Manko kann man jedoch zwei Punkte dagegen halten. Für kleine Küchen ist das der große Platzbedarf. Und hinzu kommt der recht hohe Kaufpreis. Doch Funktion und Eigenschaften überzeugen so sehr, dass dieses Modell auf Platz 1 landet.


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