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Kapselmaschinen Test & Vergleich 2016/2017

Ein aktueller Kapselmaschinen Vergleichstest ist mehr als sinnvoll. Denn die vakuumverschlossenen Kaffeekapseln beinhalten – anders als Filterkaffee und Pads – Espressopulver. So sind sie die richtige Lösung für alle, die Ihren Caffè am liebsten als Espresso beim Italiener trinken. Allerdings gibt es inzwischen verschiedene Kapselsysteme. Und jede Kapselmaschine ist immer nur mit einem einzigen davon kompatibel. Welche Automaten sind also die besten?

Nespresso
illy iperespresso
Lavazza A Modo Mio
Dolce Gusto
Tchibo Qbo

Pro & Contra von Kapselmaschinen auf einen Blick

Intensiver Espresso-Geschmack, schnelle Zubereitung, hoher Preis: Bevor wir auf die einzelnen Testergebnisse eingehen, hier zunächst eine allgemeine Info zu den Kapselautomaten. So haben Sie schon einmal einen ersten Eindruck, worin überhaupt die Besonderheiten dieser Systeme liegen.

  • Druck: Wenn 15 bar oder mehr anliegen, presst die Maschine das Wasser durch das Pulver in der Kapsel. Das sorgt für ein starkes Aroma.
  • Schnell: Unter einer Minute vom Einschalten bis zum fertigen Getränk ist bei vielen Maschinen möglich.
  • Eigensinnig: Mit Nespresso, Lavazza, Tassimo und illy iperespresso konkurrieren Geräte mit verschiedenen Kapselformen, -größen und -arten.
  • Auswahl: Je nach System ist die Auswahl enorm, zumal wenn auch Drittanbieter passende Kapseln produzieren. Und die Hersteller arbeiten ständig am Sortiment, sodass sich die Anzahl künftig deutlich nach oben erweitern kann. Außer Kaffee gibt es teils übrigens auch Tee-, Kakao- und Kaffeemix-Kapseln.
  • Haltbar: Je nach Hersteller und Verpackung teils monatelang.
  • Individuelle Kaffeemischungen sind nicht möglich.
  • Viel Verpackungsaufwand, teils aber abbaubar oder Recycling-fähig.
  • Preis pro Kapsel oder Pad im Vergleich zu losem Kaffeepulver höher.
  • Kapseln von Nespresso und illy sind nur online sowie in wenigen Shops vor Ort erhältlich.

Anders als eine Padmaschine und auch ein Kaffeevollautomat kann bei einer Kapselmaschine stets nur eine Tasse gebrüht werden, niemals zwei Tassen gleichzeitig. Dafür ist die Brühzeit die kürzeste im Vergleich zu Filter- und Pad-Maschinen. Die Wasser­menge lässt sich bei guten Geräten in zwei Größen voreinstellen, z.B. einmal für einen kleinen, starken Espresso und einmal für einen großen, „dünneren“ Café Lungo.

Die verschiedenen Systeme im Vergleich

Kapselmaschinen SystemNespressoLavazza
A Modo Mio
illy
iperespresso
Dolce GustoTassimo
Brühdruck
(Espresso: 9 bar nötig)
19 bar15 bar15-19 barn.a.3,3 bar
Modelle mit integriertem MilchaufschäumerJaJaJaNeinNein
Geschmack, Crema, Konsistenz
Espresso ++++++o -
Kaffee ("Lungo")++++++++++
Auswahl
Espresso ++ ++++++ +
Kaffee ("Lungo")+++++++
Kapsel-VerfügbarkeitOriginale online / in wenigen Städten.
Kompatible Kapseln deutschlandweit.
Online, in ausgewählten Märkten.Online, in ausgewählten Märkten.Deutschlandweit verfügbarDeutschlandweit verfügbar
Kosten pro Kapsel
(Original, ca.)
0,35-0,42 €0,37 €0,47-0,51 €0,31 € (2x für
Mixgetränke)
0,31-0,34 € (2x
für Mixgetränke)

Ein Kapselmaschinen Test sorgt für Überblick

Im Test geht es zum einen darum, mit welchem System man im Schnitt den besten Kaffee zubereiten kann. Aber zum anderen ist die Frage: Welches genaue Modell einer bestimmten Bauart erfüllt Ihren Bedarf? Immerhin hat jeder Anbieter mehrere, wenn nicht sogar zahlreiche verschiedene Maschinen im Sortiment.

Was die Kosten angeht, sind ebenfalls zwei Fragen interessant. Kann das Aroma bei preiswerten Maschinen genauso gut sein wie bei teuren? Und wie unterscheiden sich die Original-Kapseln etwa bei Nespresso von den kompatiblen „Nachahmer“ Angeboten der Drittanbieter?

Wer sich für diese Maschinentypen interessiert, sollte aber beachten, dass es mehrere Kapselsysteme gibt, die untereinander nicht kompatibel sind. Wir haben alle Modelle daher separat im Vergleich bewertet und stellen entsprechend mehrere Testsieger vor. Zusätzlich gibt es aber noch einen allgemeinen Überblick, der auch Modelle unterschiedlicher Systeme direkt einander gegenübergestellt hat.

Moderner Klassiker: Nespresso, die wohl bekannteste Kapselmaschinen Marke

Stiftung Warentest: Kapselmaschinen Test 2015

Für Heft 11/2015 hat Stiftung Warentest einen ausführlichen Vergleichstest durchgeführt. Insgesamt haben die Tester dafür 9 verschiedene Kapselmaschinen gekauft, plus 3 baugleiche Modelle. Anschließend wurden alle Geräte sowohl im Labor als auch durch klassisches Verkosten auf Herz und Nieren geprüft. Dabei traten verschiedene Kapselsysteme gegeneinander an:

Diese Systeme nahmen am Vergleichstest teil
  • Nespresso (2 Maschinen)
  • Tassimo
  • Dolce Gusto (2 Geräte)
  • Lavazza A Modo Mio
  • Tchibo Cafissimo
  • Expressi K-fee
  • Delica Cremesso

Für den ausführlichen technischen Test hat das Labor z.B. die Brühtemperatur gemessen, aber auch die Brühdauer und die Brühmenge. Anschließend folgte ein eingehender Vergleich, bei der die Prüfer alle einzelnen Geräte im Detail bewerten mussten.

Außerdem entscheidend: Der Geschmack. Bei der entsprechenden Blindverkostung mussten die Testpersonen zu jeder Tasse Espresso und Kaffee einige Bewertungen vornehmen. Dabei ging es um Kriterien wie Gesamtintensität, aber auch um das Volumen. Gemeint ist damit die Fülle in geschmacklicher Hinsicht: Ist sie komplex oder eher eindimensionale? Das konnte jeder Probant auf einer Skala festhalten. Hinterher wurden dann alle Einschätzungen und Meinungen ausgewertet.

Kriterien im Überblick

Am wichtigsten waren dem Testinstitut jeweils der Geschmack sowie das Aufbrühen. Letzteres setzte sich aus mehreren Fakten zusammen, besonders aber aus Dauer und Temperatur. Fast ebenso entscheidend wie jedes dieser beiden Kriterien war die Handhabung im Alltag, inklusive der selten erforderlichen Pflege beim Entkalken. Eine nur geringe und jeweils gleich gewichtete Rolle spielten der Stromverbrauch, Lärm – und ob die Maschine einen Eigengeruch verströmte.

Allgemeine Ergebnisse

Nicht überraschend: Die Handhabung unterscheidet sich ebenso wie die Geschwindigkeit von einem Modell zum anderen. Aber: auch der Geschmack der gleichen Kapselsorten war zwischen den verschiedenen Kapselmaschinen nicht identisch.

Das ist insofern interessant, weil etwa Nespresso darauf hinweist, dass die Brüheinheit der Modelle die gleichen grundsätzlichen Eigenschaften hat. Hier spielt dann also auch noch etwas anderes eine Rolle. Was das war, hat Stiftung Warentest anscheinend nicht ermittelt. Denkbar ist z.B., dass vielleicht der Weg bis zum Auslauf oder die Wärmeentwicklung im Gehäuse die Unterschiede (mit) verursacht haben könnte.

Deshalb sollte man sich vor der Kaufentscheidung für eine bestimmten Maschine durch die einzelnen Systeme probieren. Das geht online nicht, aber in vielen Fachmärkten. Online kann man allerdings eine Maschine bestellen und innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen wieder zurücksenden.

Kapselmaschinen Testsieger schon für etwa 100 Euro

Zunächst einmal erfreulich: Die besten Kaffeekapsel-Maschinen kosten nur um die 100 Euro. Dennoch ist der Einsatz der Automaten auf Dauer relativ teuer. Der Grund liegt in den hohen Folgekosten für die eigentlichen Kapseln. Wer im Jahr durchschnittlich vier Tassen Kaffee pro Tag aus solchen Geräten bezieht, kann dafür leicht auf 500 Euro im Jahresverlauf kommen.

Die laufenden Kosten für ein einzelnes Jahr können also ein Vielfaches des Kaufpreises ausmachen. Da wäre dann vielleicht der Tipp: Lieber etwas mehr fürs Gerät ausgeben und richtig guten Kaffee genießen, aber ab und zu eine Kapsel weglassen. Das kann sich über zwei, drei Jahre hinweg lohnen.

Die beiden besten kommen von Nespresso

Testsieger bei Stiftung Warentest sind zwei Nespresso Maschinen. Es handelt sich aber eigentlich nur um ein Modell: Denn die Inissia Maschine war sowohl in der von Krups hergestellten Variante im Vergleich, als auch in der Version von De’Longhi. Beide sind aber technisch weitgehend identisch und unterscheiden sich auch in der äußeren Form nur ein wenig. Vor allem der Auslauf ist jeweils etwas anders gestaltet. Trotzdem erhielten sie nicht dieselbe Note. Die De’Longhi hatte ihre Nase leicht vorn: Mit „gut (2,0)“ lag sie genau ein Zehntel vor der Krups, die ein „gut (2,1)“ erreichte.

Insgesamt gefiel den Prüfern gegenüber den anderen Modellen, dass bei beiden das Aroma angenehm intensiv ausfiehl. Hierzu schreibt das Magazin, das Aroma sein insgesamt „sehr gut“.

Dennoch ist dieses Ergebnis nur eine Hilfe bei der eigenen Entscheidung – aber kein Ausschlusskriterium. Denn auch die anderen Maschinen bieten einen „über­wiegend“ guten Kaffee. Wer schnell zugreifen will, kann also zwar die recht günstigen Kapselmaschinen kaufen, aber wer es genauer wissen will: Bei uns finden Sie viele weitere Infos rund um diverse Modelle. Und das eben auch aus eigenen Tests und mit teils abweichender Meinung. So können Sie noch besser vergleichen und Ihren Favoriten finden.

Kapseln im Vergleich

Kaffeekapseln im Vergleich
Bei Kaffeekapseln kann man doppelt vergleichen: Zwischen den Sorten für ein bestimmtes System – und zwischen den Kapseln für verschiedene Marken.

Um einen Querschnitt der Geschmacksrichtungen zu bewerten, wählte das Testmagazin 14 verschiedene Kapseln aus. Da jede immer nur in ihr jeweiliges Maschinensystem passt, war die Bandbreite pro Gerät aus unserer Sicht allerdings zu gering aufgestellt. Dennoch lassen sich daraus natürlich schon erste wichtige Hinweise ermitteln.

Interessant war auch die Einschätzung der Nachahmer-Kapseln, die mit Nespresso Maschinen kompatibel sind. Laut Testbericht können diese mit den Originalen durchaus mithalten. Da haben wir in unseren eigenen Verkostungen andere Eindrücke gewonnen.
Demnach gibt es tatsächlich einige gute Drittanbieter Sorten. Doch insgesamt gefallen uns Konsistenz, Sämigkeit und Rundheit der Originalsorten deutlich besser als die oft etwas flachen und leicht bitteren Alternativen. Vor allem dann, wenn man sie mehrmals trinkt. Bei einer oder zwei Tassen fällt diese gewisse Einseitigkeit zunächst nicht auf. Hier muss man aber auch sagen: Geschmackssache.

Am besten probieren Sie es selber einmal aus. Gut trinken kann man fast alle Sorten. Und warum sollte man nicht dort sparen, wo es bei Kapselautomaten am entscheidendsten ist: Bei den laufenden Kosten für den einzelnen Portionskaffee.

Für noch mehr Geschmack...

Auch wenn die Technik der Maschinen und die verfügbaren Kaffeesorten vorgegeben sind: Sie können selber etwas dazu beitragen, dass Ihr Kaffee (Ihnen) besser schmeckt. Und das mit ein paar ganz einfachen Tricks.

  • Heiße Tassen: Vielleicht kennen Sie es aus Italien, die Espressotassen sind in guten Cafébars vorgeheizt. Damit bleibt auch der Kaffee warm, wenn er in die Tasse strömt – das kommt dem Aroma zu Gute. Wie Sie die Tasse aufheizen, ist Ihnen überlassen. Am einfachsten ist es, kurz heißes Wasser einzugießen, z.B. indem Sie die Maschine einmal ohne Kapsel starten.
  • Neu auffüllen: Wenn Wasser abgestanden ist, fehlt ihm Sauerstoff, und dann schmeckt auch der Kaffee weniger frisch. Deshalb am besten vor dem ersten Espresso des Tages einmal den Tank leeren – sofern er noch voll ist – und neues Wasser nutzen.
  • Tassenmenge: Bei den meisten Geräten lässt sich einstellen, wie viel Wasser durch die einzelne Kapsel laufen soll. Bei vielen stehen sogar zwei separate Knöpfe zur Verfügung, für eine größere und eine kleinere. Indem man die Menge jeweils nach eigenem Geschmack einstellt, kann man eine individuelle Intensität genießen.
  • Durchlaufen lassen: In den Leitungen zwischen Brüheinheit und Auslauf setzen sich Kaffeereste ab. Deshalb am besten direkt nach dem Kaffee noch einmal ohne Kapsel durchlaufen lassen. Zumindest aber einmal am Tag.

Für wen sind Kapselmaschinen die beste Lösung?

Kaffee Kapselmaschinen eignen sich besonderns für alle, die auf Spezialitäten wie Espresso oder Milchmixgetränke aus sind. Im Unterschied zu Pads werden die quasi hermetisch geschlossenen Kaffeekapseln unter hohem Druck von Wasser durchdrungen. Dadurch kann sich die gerade für Espresso so wichtige Crema bilden.

Ein weiterer Vorteil: die geschlossenen Behälter sind in der Regel monatelang haltbar. Und die Zubereitung ist ebenfalls sehr schnell: Je nach Maschine dauerte es vom Einschalten bis zum Trinken nicht einmal eine Minute.

Dass diese Modelle immer beliebter werden, hat gute Gründe. Es liegt zum einen daran, dass immer mehr Menschen Espresso, Cappucino und Ähnliches mögen – und zum anderen daran, dass auch Laien diese Spezialitäten sehr einfach mit den Kapselautomaten herstellen können. Denn anders als bei klassischen Espressomaschinen braucht man keinerlei Übung.

Immer beliebter: Jeder dritte Haushalt nutze einen Kapselautomaten

Wie oben schon beschrieben: Ein Kaffee­ aus dem Nespresso-Automat, einer Tassimo-Maschine oder einem der anderen Wettbewerber ist schnell gebrüht. Zwischen der Lust auf einen heißen Espresso und der fertigen Tasse vergehen manchmal nicht mehr 60 Sekunden.

Schneller geht es wohl auch in keinem Café. Kein Wunder, dass immer mehr Leute auf diese Technik setzen. Zumal es morgens ja ohnehin schnell gehen soll. Und wenn man tagsüber oder abends zwischendurch mal ein Heißgetränk möchte: Man hat kaum Aufwand. Groß reinigen, spülen oder gar Kaffeesatz wegräumen muss man ja nicht. Zügig und bequem – das passt sicher gut in die aktuelle, oft hektische Zeit. Denn gerade wenn alles immer schneller laufen muss, ist die Entspannung, dann eine Minute mehr Zeit für den Genuss zu haben, ein wertvoller Vorteil.

Aus welchem Grund aber auch immer, eins steht fest. Die Verkaufszahlen sind steil nach oben gegangen. Innerhalb von 10 Jahren ist aus einem kleinem Nischenmarkt ein Erfolg geworden, der in über 30 Prozent aller Haushalte Einzug gehalten hat. Vor 10 Jahren befand sich noch nicht mal in jedem fünfzigsten eine Kapselmaschine. Und inzwischen sind sie und die breiten Regale mit Kapsel-Angeboten nicht mehr aus den Elektro- und Supermärkten wegzudenken. Gerade bei so viel Auswahl ist dann aber auch erfreulich, dass ein aktueller Test zur Verfügung steht. So kann man sich leichter entscheiden, welches Modell das beste für den eigenen Bedarf ist.

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