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Kaffee-Wirkung: Was kann der „Alleskönner“ wirklich?

Welche angebliche Kaffee-Wirkung gibt es wirklich? Wir haben Gerüchte recherchiert und fassen die Ergebnisse zusammen. Aber sie dienen nicht der ärztlichen Beratung, sondern lediglich einem Überblick ohne Gewähr. Bei allem, was die eigene Gesundheit betrifft, sollte man bei Fragen deshalb unbedingt immer persönlich mit einem Arzt sprechen – schließlich hat jeder Mensch eine andere Konstitution.

Kaffee macht wach

Diese wohl bekannteste Kaffee-Wirkung ist zwar ein Fakt. Aber ganz so einfach ist es nicht. Denn Kaffee macht bei großer Müdigkeit kurzfristig wach, danach wird man schlagartig sehr müde. Beim Aufwachen oder gegen kurze Schwächephasen hilft er wirklich als kleiner Turbo, um innerlich durchzustarten.

  • Wer schon müde ist und Kaffee trinkt, sorgt zwar noch mal kurz für einen Hallo-Wach-Schub. Nach etwa einer halben Stunde verfliegt der aber – und dann schlägt die Müdigkeit so richtig durch. Wer also etwa spät abends noch Auto fahren will und davor Kaffee trinkt, um wach zu bleiben, begeht einen schweren Fehler.
  • Ein kleiner Wecker steckt natürlich in Espresso und Co. Doch er nützt nur zu bestimmten Tageszeiten. Entweder morgens, um schneller richtig wach zu werden. Oder im Laufe des Tages, wenn man ohnehin wach, aber etwas abgeschlafft ist. Dann kann der heiße Braune frisch aus der Kaffeemaschine seinen Zweck erfüllen. Er unterstützt mit einem kleinen Kick die schon verfügbare Munterkeit. Und gibt mit seinen vielfältigen Aromen einen Anreiz, den Tag bewusster zu erleben.
  • Für alle schwereren Fälle von Müdigkeit gilt aber: Ab in die Heia und kurz mal ein Nickerchen machen. Die Eule schläft schließlich auch reichlich (wenn es keiner sieht).

Kaffee-Wirkung beim Abnehmen

So einfach ist es leider nicht. Aber Koffein kann dabei helfen, wenn man selber Sport treibt. Wer vor dem Sport 1 oder 2 Tassen Kaffee trinkt, regt den Stoffwechsel an. Dadurch verbrennt der Körper bei derselben Anstrengung im Vergleich mehr Kalorien.

Kaffee entwässert

Das dachte man lange Zeit. Doch tatsächlich wird die Nierenfunktion lediglich schneller angesprochen. Der Flüssigkeitsverlust an sich ändert sich nicht. Laut „Deutsches Grüne Kreuz“ sorgt diese Kaffee-Wirkung lediglich für einen Unterschied von 3%.

Kaffee kann das Diabetes-Risiko senken

Das trifft teilweise zu, aber ausschließlich auf den sogenannten Alters-Diabetes (Typ-2). Einige Studien, z.B. aus Deutschland und Japan, stellen den Zusammenhang erst bei relativ intensivem Kaffeegenuss deutlich fest. Erst bei mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag sinkt das Risiko auf Diabetes Typ 2 um etwa 25%.

Kaffee bewirkt einen hohen Cholesterinspiegel

Richtig ist, dass Kaffeemehl grundsätzlich Substanzen enthält, die cholesterinsteigernd wirken – nämlich „Kafestol“ und „Kahweol“. Diese werden beim Aufbrühen in einer Kaffeemaschine freigesetzt, aber von einem Kaffeefilter wieder aufgenommen. Nur wenn man das Heißgetränk ungefiltert trinkt, können diese Substanzen den Cholesterinspiegel steigern.

Kaffee-Wirkung für Herz

Beides stimmt. Wer große Mengen Espresso, Kaffee & Co. zu sich nimmt, kann dadurch Herz und Puls stark fordern – das ist gesundheitsgefährdend. Aber in Maßen genossen, soll Kaffee das Herz langfristig sogar vor Erkrankungen schützen können. Bei 2 bis 4 Tassen Kaffee täglich fällt das Risiko für Herzerkrankungen um bis zu 20%, wie das University Medical Center in Utrecht konstatiert hat.