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Kaffee-Duft per Handy schicken

Es liegt war in der Luft, ein ganz besond’rer Duft, Melitta Kaffeeduft“ – mit dieser Werbung machte der Kaffeeproduzent eins ganz klar: Kaffee ist nicht nur Geschmacks-, sondern auch ganz stark Geruchssache. Und Harvard-Professor David Edwards will jetzt dafür sorgen, dass man diesen Geruch nicht nur selber an Kaffeemaschine und Frühstückstisch genießen, sondern auch mit Freunden auf der ganzen Welt teilen kann.

Kaffee-Duft und 31 weitere Geruchskapseln

Dazu will das Team des Professors ein spezielles Phone entwickeln, das diverse Geruchskapseln enthält und aus diesen – bei Eintreffen einer entsprechenden Duftnachricht – den entsprechenden Duft aus bis zu 8 Zutaten mischt und ausströmen lässt. Insgesamt stehen 32 Basisgerüche zur Verfügung, unter anderem eben Kaffee.

Kaffeeduft per Handy verschicken: oPhone Idee
So soll es funktionieren: Duft-Sticks lassen z.B. Kaffeearoma ausströmen, wenn eine entsprechende Kurznachricht auf dem oPhone eintrifft. (c) oPhone / via indiegogo

Das oPhone soll es möglich machen

Das entsprechende Mobiltelefon soll mit dem Namen „oPhone“ Anfang 2015 auf den Markt kommen. Und warum sollte man gerade Kaffee-Duftnoten damit versenden können? Nun, weil das Gerät nicht sämtliche Gerüche reproduzieren können wird. Die künftig verfügbaren Düfte werden derzeit entwickelt, unter anderem von Parfümdesignern, Kaffeeproduzenten und Künstlern

Ab 19. Juni wird in Paris das sogenannte „Labor“ eröffnet, in dem man die Neuentwicklung vorab ansehen und gewissermaßen schon einmal testen kann. Bei uns sind aber weiterhin keine Handys, sondern ganz normale Kaffeepadmaschinen im Test.

Update 19.12.2016

Kaffeeduft als mobile Nachricht senden
Vorführstand: Tatsächlich ließen sich im Publikums-Test verschiedene Düfte versenden. (c) oPhone / via indiegogo

Von einer allgemeinen Markteinführung ist das oPhone auch nach fast zwei Jahren weit entfernt. Es gibt aber inzwischen Prototypen. Das „duft-basierte mobile Nachrichtensystem“ hat aber zudem immerhin etwas Geld eingesammelt. Bei der Crowdfunding Plattform indiegogo kamen 47.053 US-Dollar zusammen – das selbst gesetzte Ziel von 150,000 $ verfehlte der Organisator damit aber deutlich. 178 Unterstützer konnte die Idee für sich gewinnen. Wie es weitergeht, bleibt fraglich. Ein kommerzieller Start war zuletzt für Anfang 2016 geplant.

Preise

Laut den eigenen Angaben der Entwickler auf indiegogo, einer Sammelplattform für neue Projekte, war ein Verkaufspreis von 199 $ pro oPhone geplant – Unterstützer während der Finanzierungsphase sollten es für 149 $ erhalten.